Mein Thema für den Vortrag im Modul IGEP lautet: „Sterben im Netz. Von Design-Urnen und virtuellen Friedhöfen“.
Ein virtueller Friedhof ist eine Webseite auf der eine Gedenkstätte für eine verstorbene Person eingerichtet werden kann. Auf dieser Webseite können Familienangehörige und Freunde, aber auch fremde Personen ihre Anteilnahme zeigen. (Wikipedia 2008 )
Dieses Thema interessiert mich, da ich vor ca. einem Jahr in der Zeitung einen Bericht über ein Mädchen gelesen habe, das bei einem Raserunfall ums Leben kam. Ihre Eltern haben im Internet eine Seite eingerichtet, wo man einiges über das Leben dieses Mädchens lesen konnte und im Gästebuch konnte man seiner Trauer freien lauf lassen. Diese Seite war hauptsächlich für Freunde und Verwandte gedacht, trotzdem hatte aber jedermann aus der ganzen Welt zutritt zu dieser Seite. Ich war damals sehr unschlüssig, was ich davon halten soll.
Jetzt habe ich die Gelegenheit, mich ausführlicher mit diesem Thema und mit verschiedenen Ansichten zu diesem Thema zu beschäftigen. Es nimmt mich auch Wunder, wie verbreitet virtuelle Friedhöfe im Internet bereits sind und welche Personengruppen virtuelle Friedhöfe benutzen.
Nach einer ersten groben Recherche, weiss ich nun bereits, dass es sehr viele virtuelle Friedhöfe, Trauerseiten und Trauerforen gibt. Es gibt auch virtuelle Friedhöfe für Tiere, sogar für einzelne Tierarten, wie z.B. ein Rattenfriedhof. Ich habe mich auch nach Designer-Urnen und Designer-Särgen umgesehen und Seiten gefunden, wo diese sogar in Online-Shops gekauft werden können, was ich doch relativ erstaunlich finde.
Bisher habe ich jedoch noch nicht sehr viel Litertur über das Thema gefunden, welche z.B. ethische Aspekte betreffen oder wo generell über Vor- und Nachteile u.s.w. von virtuellen Friedhöfen und Trauerseiten im Internet diskutiert wird. Hier muss ich nochmals ausführlicher recherchieren. In Nebis habe ich auch eine Literaturrecherche durchgeführt, allerdings mit wenig Erfolg.
Als nächstes werde ich mir die Internetseiten, welche ich bereits gefunden habe, vertieft anschauen. Also was kann man auf dieser Seite alles machen, von wem wird die Seite benutzt, was passiert falls die Seite einmal vom Netz geht etc.
Vom sterben im Netz habe ich schon gehört. Design-Urnen und virtuelle Friedhöfe sind für mich neu.
Ich finde es interessant, dass es Friedhöfe für Tiere wie auch Menschen gibt.
Was ich von den virtuellen Friedhöfen halten soll, weiss ich jetzt noch nicht.
Ein bisschen geschockt bin ich schon.
Dass es Designer-Urnen und Särge in Online-Shops zu kaufen gibt wundert mich allerdings nicht. Was kann man heute schon nicht im Internet kaufen?
Ausserdem kann ich mir gut Vorstellen dass unsere Generation sich schneller und lieber an den PC setzt um diese doch sehr persönliche Notwendigkeit zu regeln.
Ist es nicht einfacher sich nicht noch mit einer fremden Person über die Verstorbene Person unterhalten zu müssen. Möchte man nicht lieber in seinen eigenen vier Wänden sitzen und sich dann für einen Sarg oder eine Urne entscheiden, wenn man sich dazu bereit fühlt?
Interessant fände ich es, wenn du noch Fragen zur Entstehung von virtuellen Friedhöfen aufwerfen würdest. Wie ist es dazu gekommen?
Welche Art von Informationen wird auf den virtuellen Friedhöfen veröffentlicht?
Allenfalls wäre folgende Literatur noch etwas für dich. http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=1197 In der Buchbeschreibung spricht man von virtuellen Internet- Gedenkseiten und virtuellen Erinnerungsorten.
Ein guter Textauszug aus dem Buch findest du unter dem Link http://www.fof-ohlsdorf.de/thema/2002/76s15_gedenkstaetten_www.htm