Dies wird mein letzter Blogeintrag sein. In diesem letzten Eintrag möchte ich eine kurze Bilanz über die letzten acht Wochen ziehen.
Zuerst möchte ich allerdings noch auf den Kommentar eingehen:
Du hast geschrieben, dass man im Internet „alle Daten“ über eine verstorbene Person veröffentlicht. Was genau meinst du mit „alle Daten“? In den meisten Fällen sind dies ja Geburts- und Todesdatum. Laut Datenschutzgesetz Art. 3 gehören diese Daten nicht zu den besonders schützenswerten Personendaten. Zudem werden die Daten auf freiwilliger Basis veröffentlicht. Natürlich kann man nie sicher sein, ob die verstorbene Person damit wirklich einverstanden ist, aber die Angehörigen sind berechtigt zu entscheiden, welche Daten sie auf einem virtuellen Friedhof veröffentlichen möchten.
Bei berühmten Persönlichkeiten sind Geburts- und Todesdatum ja sowieso meistens bekannt, dies kann man zum Beispiel in Wikipedia nachlesen. Auch Photos von berühmten Persönlichkeiten und weitere Informationen findet man oft im Netz. Deshalb denke ich nicht, dass man dabei gegen den Datenschutz verstösst.
Nun möchte ich eine kurze Bilanz über die letzten Wochen ziehen.
Als ich mit der Recherche zu meinem Thema begann, war ich sehr erstaunt, dass ich so viele unterschiedliche virtuelle Friedhöfe gefunden habe. Ich wusste nicht, dass diese schon so verbreitet sind. Mittlerweile weiss ich aber auch, dass nur weil sie doch schon relativ verbreitet sind, dass nicht heisst, dass sie auch genutzt werden. Denn viele Friedhöfe sind nicht gut belegt. Irgendwie beruhigt mich das ein wenig. Denn dies zeigt doch auch, dass nicht einfach alles was wir im realen Leben tun, nun auch aufs Internet übertragen wird. Ich bin gespannt, ob virtuelle Friedhöfe eine Zukunft haben werden. Ich bin auch gespannt, ob sich die digitale Grabplatte oder der Trauerkanal durchsetzen werden.
Die Bearbeitung dieses Themas fand ich sehr spannend und ich habe dabei viel Neues erfahren. Ich weiss nun, von wo die virtuellen Friedhöfe kommen, wer sie nutzt, was sie für Funktionen haben etc. Ich habe auch vieles über die Bestattungskultur im Internet kennen gelernt.
Nun bin ich aber auch froh, dass ich mich nicht mehr jede Woche mit Friedhöfen und Verstorbenen auseinandersetzen muss und mich wieder mehr den Lebenden zuwenden kann!
An dieser Stelle möchte ich noch meiner Tandempartnerin Marion danken, für die vielen guten und hilfreichen Inputs! Es hat Spass gemacht, mit dir zu diskutieren!